Aufzählung Touch for Health
Aufzählung EDU-Kinestetik  
Aufzählung Three in One Concepts
Aufzählung Hyperton X und Sport
Aufzählung Wellness
Aufzählung Neuro-Training
Aufzählung Extras
Aufzählung Feinenergetische Testmethoden
Aufzählung Kinesiologie 


Anerkannte Kurse und Ausbildung

 

Weiterbildung Hessen e.V.

Das Web-Adressbuch für Deutschland

INTERNATIONALES FORUM 2008

Lernen mit Herz und Verstand
 Lernen - ein Leben lang???

21. und 22. Juni 2008
Hotel Friedberger Warte in Frankfurt/M.

Das  Regierungspräsidium Darmstadt
hat die Veranstaltung als berufliche Weiterbildung anerkannt.

Das Kultusministerium Hessen
hat das Forum als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert.
(20 Leistungspunkte)

Der Europäische Verband für Kinesiologie e.V. (EVfK)
erkennt die Veranstaltung als Kurs mit 15 Stunden an.
(Bitte Testatheft mitbringen.)

Unser Anliegen ist es, Lernen in verschiedenen Kontexten darzustellen - nicht nur das akademische Lernen. Außerdem soll gezeigt werden, dass Lernen ein komplexer Vorgang ist, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird.

 Mit diesem Hintergrundwissen können dann die kinesiologischen Möglichkeiten gezielter und kompetenter eingesetzt werden. So werden die Menschen beim Lernen von Wissen, Verhalten und im Umgang mit Emotionen erfolgreich unterstützt.

Teilnahmegebühr für 2 Tage:
170,- Euro (inkl. Verpflegung) für Mitglieder des EVfK und des DNB
185.- Euro (inkl. Verpflegung) für Nicht-Mitglieder

1 Tag:   100,- Euro (inkl. Verpflegung)

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Unter Angabe des Stichworts FORUM 2008 können Sie sich per E-Mail anmelden:

 Internationale Kinesiologie Akademie
Ingeborg L. Weber

info@kinesiologie-akademie.de
www.kinesiologie-akademie.de

Grußworte:

Grußwort von Dr. Veronica Carstens
Natur und Medizin
Fördergemeinschaft der Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Mut zu neuem Anfang

Die Kinesiologie hat die moderne Medizin enorm bereichert. Nicht nur der Arzt wird in seinem Bemühen, die Ursache der Krankheiten zu erkennen sehr unterstützt, sondern auch der Patient wird dankbar sein über solch sanfte Art zu wichtigen Erkenntnissen zu gelangen – ganz ohne die zum Teil belastenden modernen diagnostischen Apparate!

Dass solches Wissen auch den Laien zugänglich gemacht werden kann, ist von unschätzbarem Wert.

Als Beispiel nenne ich einen Patienten, der unter plötzlich einsetzenden Durchfällen litt. Keine Therapie konnte ihm helfen, selbst mehrere größere Darmoperationen hatten keinen bleibenden Erfolg.

Schließlich musste er aus diesem Grund seinen hoch dotierten Posten in einem Ministerium aufgeben.

Erst als seine Frau, die hervorragend kinesiologisch testen konnte, ihn von früh bis spät behandelte, ging es ihm nach und nach besser und alle Symptome verschwanden wieder. Aber leider war sein erlernter Beruf nicht mit diesem Lebensstil vereinbar.

Man muss die Schöpfer der Kinesiologie bewundern und dafür preisen, dass sie die Kinesiologie von Anfang an dem Laien zugänglich gemacht hatten. Wie viel Leid konnte dadurch verhindert, wie viel Lebensglück möglich gemacht werden!

Das Motto „Lernen mit Herz und Verstand. Lernen - ein Leben lang???“ könnte nicht schöner gewählt sein. Es bezieht – das freute mich besonders – auch die ältere Generation mit ein, die sich manchmal unnütz fühlt und schenkt ihr Schwung und Mut zu neuem Anfang, um sich vielleicht doch noch nützlich zu machen und dadurch dem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Dr. Veronika Carstens

***

Leben ist Lernen!

Wo der Lernprozess aufhört, endet auch die Lebensentwicklung.

Diese Prämisse ist Grundlage für eine wohl einzigartige Veranstaltung mit einer Vielzahl hochkarätiger Referenten. Deutlich ist zu spüren, wie auf allen Ebenen des Menschseins Entwicklungen, wie nie zuvor, in Gang gekommen sind.

Der Deutsche Naturheilbund (DNB) hat vor 4 Jahren das Projekt „Gesunde Kinder – unsere Zukunft" mit Pilotprojekten und Veranstaltungen in vielen angeschlossenen Naturheilvereinen gestartet. Frau Ingeborg L. Weber war als Präsidiumsmitglied maßgeblich daran beteiligt. Es ist hocherfreulich zu sehen, wie dieses Thema in dieser Zeitspanne höchste Aktualität erlangt.

In Würde und mit hoher Lebensqualität älter werden, ist die Thematik des DNB für das Jahr 2008. Eine geradezu wunderbare Symbiose finden wir in den Referaten beim Internationalen Forum 2008 hier in Frankfurt.

Wo das Lehren und das Lernen mit Vernunft und Liebe gepaart sind, entwickelt sich Freude und Erfolg sowie Ausdruck für beides. Es führt in eine höhere Dimension des Bewusstseins. Aus Krankheiten zu lernen, den Wert der Familien zu entdecken und die Möglichkeiten, den Kinderwunsch erfüllt zu bekommen, sind hocherfreuliche Perspektiven. Diese, und noch viele weitere, bietet an diesem Wochenende das Internationale Forum für jeden Teilnehmer.

Packen wir´s an, mit Herz und Verstand.

Willy Hauser
Präsident Deutscher Naturheilbund e.V. (DNB)

***

Liebe Interessierte!

LERNEN ist ein Thema, das uns ein Leben lang begleitet. LERNEN ist seit Veröffentlichung der PISA-Studie ein Thema, das die Gemüter erhitzt und zu heftigen, kontroversen Diskussionen geführt hat. In der deutschen Schullandschaft haben sich in der Folge zahlreiche Veränderungen ergeben.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit LERNEN stattfindet? Bei unserer kinesiologischen Arbeit in Kindergärten waren wir sehr erstaunt darüber, dass die grundlegenden Fähigkeiten für die Schulreife bei vielen Vorschulkindern nicht vorhanden waren. Die amtsärztliche Untersuchung zur Einschulung ergibt seit Jahren, dass über 50% der Kinder einen behandlungsbedürftigen Befund haben.

Bei unserer kinesiologischen Projektarbeit mit Menschen im 3. und 4. Lebensalter waren wir wiederum verblüfft, mit welcher Freude, welchem Ernst und welcher Flexibilität sie sich auf das kinesiologische Turnen einließen und welche Veränderungen im kognitiven Bereich erzielt werden konnten.

LERNEN ist aber auch ein lebenslanger Prozess zur Bewältigung der verschiedenen Veränderungen, Probleme und Krankheiten, mit denen wir in den verschiedenen Altersstufen konfrontiert werden. Welche Erkenntnisse und Strategien sind dabei erfolgreich?

Dieses FORUM bietet Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch. Wissenschaftliche Kompetenz und Erfahrung beleuchten die unterschiedlichen Aspekte des LERNENS und bieten Hilfe sowohl für das eigene Tun als auch zur Wiedergabe an Andere.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Wissen mit uns teilen. Das FORUM richtet sich an Betroffene, interessierte Laien und an die vielen pädagogischen, psychologischen und gesundheitlichen Berufe.

Mit besten Grüßen

Ingeborg L. Weber
Internationale Kinesiologie Akademie
1. Vorsitzende Europäischer Verband für Kinesiologie e.V.

Referenten und Vorträge:

Dr. Wolfgang-M. Auer
Vortrag: Lernen mit allen Sinnen – was heißt das?
Ein Beitrag der Sinnesforschung zum lebenslangen Lernen


Als erste Frage ist zu klären: wie viel Sinne sind alle Sinne? Die üblichen fünf? Mit denen allein könnten wir nicht existieren, uns nicht entwickeln, ja nicht einmal sprechen lernen. Die heutige Sinnesforschung zeigt ein weit größeres Spektrum an Sinnen auf. Die gilt es kurz vorzustellen. Dann soll gezeigt werden, dass die Sinne sich in zwei Gruppen gliedern: in die Sinne der Weltwahrnehmung und die der Eigenwahrnehmung. An Beispielen wird dann deutlich, dass erst wenn diese beiden Gruppen von Sinnen beteiligt sind, nachhaltiges Lernen stattfinden kann.

Dr. Wolfgang-M. Auer
Pädagoge, Kunstwissenschaftler, Sinnesforscher, war dreißig Jahre Lehrer in allen Alterstufen, ist heute in der Ausbildung und Fortbildung von Lehrern und Erzieherinnen tätig. Mitbegründer und Mitarbeiter am Institut für Audiopädie in Witten. Forschungen auf dem Gebiet der Pädagogik und der Sinne. Publikationen: Sinnes-Welten. Die Sinne entwickeln, Wahrnehmung schulen, mit Freude lernen. Kösel-Verlag München 2007. Praxisbuch Sinne wecken. Spiele und Gestaltungsmöglichkeiten für Kindergarten und Vorschule. Schubi-Verlag, Schaffhausen 2008.

Prof. Dr. Dr. Günther Böhme
Vortrag: Der Sinn von Bildung im Alter


Prof. Dr. Dr. Günther Böhme
Professor für Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte an der JWG-Universität, Frankfurt am Main, Ehrendoktor der Universität in Riga, in Frankfurt seit 1984 Vorsitzender der Universität des 3. Lebensalters, seit 2154 als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig, Ehrenvorsitzender der Volkshochschule Wiesbaden, Leitender Redakteur der Hessischen Blätter für Volksbildung, BVK 1. Klasse für Arbeiten in der Erwachsenenbildung, Monographien zu Bildungsgeschichte des Humanismus, Erwachsenenbildung und Bildungstheorie unter gerontologischem Aspekt.

Christl Brucher
Vortrag: Lernwirklichkeiten von Schülern verändern
 

Das Institut für Kommunikation und Gehirnforschung in Stuttgart führte in Zusammenarbeit mit einer sozialen Brennpunktschule in zwei Kooperationsklassen ( 8. Klasse Hauptschule und 8. Sonderschule für geistig Behinderte) ein Projekt zur Lernförderung durch. Der Verlauf und die Ergebnisse sollen hier dargestellt werden. Anhand der Themenschwerpunkte Lernoptimierung, Überwindung von Lernstörungen, ADS / LRS / Dyskalkulie, partielle Störungen der Verarbeitungsgeschwindigkeiten im Gehirn, Rhythmusstörungen im Gehirn als Ursache von Lernstörungen, Zeitfenster für Lernprozesse, Plastizität des Gehirns u.a. sollen Konsequenzen für Schule und Lernen und die  Lehrerausbildung der Zukunft abgeleitet werden.

Christl Brucher
Pädagogin, arbeitet seit vielen Jahren im Lernforschungsbereich des Instituts für Kommunikation und Gehirnforschung in Stuttgart. Die Erkenntnisse aus den Messungen und verschiedenen Forschungsprojekten setzt sie um und gibt sie in der Lehrerausbildung im In- und Ausland weiter und überträgt sie in methodisch-didaktische Konzepte für Schule und Unterricht.

HP Monika Gerhardus, Co-Referentin: Cornelia Brandts, Lehrerin
Vortrag: Lernen – kinderleicht?

Was sind Lernhindernisse?
Sind sie selbst erschaffen oder anerzogen?
Wie gehen wir mit ihnen um?
Wie können wir sie in uns selbst und in anderen überwinden?

HP Monika Gerhardus:
Präsidentin der Union Deutscher Heilpraktiker, Bundesverband; 1. Vorsitzende der Union Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Hessen; Leiterin des „Medizinischen Lehr- und Fortbildungsinstituts für Heilpraktiker“ in Schöneck; Lehrerin und Heilpraktikerin

Prof. Dr. Elisabeth Gödde
Vortrag: Das fragile X-Chromosom und seine Auswirkungen auf das Lernen


Als „fragiles X-Chromosom“ werden X-Chromosomen bezeichnet, die nach der Präparation des Chromosomensatzes einer Zelle im Mikroskop am langen Arm einen Bruch aufweisen. Ursache dieser Fragilität ist die Vervielfachung (Expansion) eines Abschnitts im an dieser Stelle liegenden Gen (CGG-Sequenz in der 5’-UTR im Exon 1 des FMR1-Gens). Diese Expansion führt dazu, daß dieses Gen nicht mehr ordnungsgemäß abgelesen wird und damit nicht mehr zur Proteinsynthese führt. Das FMR1-Protein trägt normalerweise zur physiologischen Funktion von Synapsen bei.
Jungen haben neben ihrem Y-Chromosom ein X-Chromosom, Mädchen haben zwei X-Chromosomen. Haben Jungen ein fragiles X, so entwickeln sie das klinische Bild „fragiles X-Syndrom“, das heute eine der häufigsten erblichen Ursachen von Lern- und geistiger Behinderung ist. Etwa 1:4.000 Jungen hat ein fragiles X. Mädchen sind, da sie zwei X-Chromosomen haben, seltener betroffen.
Das klinische Bild des fragilen X-Syndroms wurde 1943 von Martin und Bell beschrieben und nach ihnen auch „Martin-Bell-Syndrom“ genannt. 1969 wurde erstmals das fragile X von Lubs beschrieben. 1991 wurde das FMR1-Gen entschlüsselt und die Mutation aufgeklärt.
Die durch die Funktionsstörung des FMR1-Gens bedingte Beeinträchtigung der Synapsenfunktionen führt zu dem typischen Bild des Martin-Bell- bzw. Fragilen X-Syndroms, zu dem neben charakteristischen körperlichen Merkmalen eine Lern- bzw. geistige Behinderung, autistoides Verhalten, Unruhe und Hyperaktivität gehören. Diese Symptome bedingen eine Beeinträchtigung der Lernfähigkeit.

Prof. Dr. Elisabeth Gödde
Niedergelassene Fachärztin für Humangenetik und Psychotherapie in Datteln. In Kiel habilitierte sie sich für das Fach Humangenetik und vertritt seit 1992 das Fach Humangenetik an der Universität Witten/Herdecke. Seit 1993 ist Frau Prof. Dr. Gödde in eigener Praxis tätig als Fachärztin für Humangenetik und Psychotherapeutin. Ein Schwerpunkt ihrer Praxis ist die präventivmedizinische und humangenetische Beratung. Dazu gehören Kinderwunsch bei Risikosituationen, unerfüllter Kinderwunsch, Familienplanung und Risikoschwangerschaften ebenso wie genetische Erkrankungen sowie Veranlagungen für bestimmte Erkrankungen und die Arzneimittelsicherheit (Pharmakogenetik). Zahlreiche Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften sowie Fachvorträge zeigen die wissenschafftliche Kompetenz. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Kinesiologie Akademie.

Prof. Dr. Ingrid Haller:
Vortrag über Praxisprojekte im Kindergarten- und Grundschulbereich


Prof. Dr. Ingrid Haller:
Leitung des Lehrstuhls für Migrationssoziologie und interkulturelle Kommunikation der Universität Kassel. In den letzten Jahren Aufbau einer deutsch-italienischen Grundschule und deren Weiterführung in ein Gymnasium in Frankfurt. Spezialisierung auf frühe Sprachförderung im Kindergarten, Vorschule und Grundschule. Seit 2001 ehrenamtlich für die Integration von ausländischen Kindern in Offenbach tätig. Als "externe Expertin" arbeitet sie eng mit den in Offenbach zuständigen Institutionen wie beispielsweise dem Staatlichen Schulamt, dem Jugendamt, der Leitstelle Zusammenleben, der Caritas, den Schulen, der Lokalen Agenda 21 und anderen Einrichtungen eng zusammen. So gestaltet und begleitet die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes unter anderem die Fortbildung Offenbacher Erzieherinnen und Grundschullehrer im Sinne einer Vernetzung von Sprachförderung und den Vorlaufkursen.

Sylke Hallmann:
Kinder wissen, warum sie lernen.
Ausgewählte Ergebnisse aus dem Kinderbarometer Hessen 2006

Das Kinderbarometer Hessen ist ein Baustein der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in Hessen. Ziel des Kinderbarometers ist es, Kinder als ExpertInnen in eigener Sache zu beteiligen, Erwachsenen (Lehrkräfte, Eltern, PolitikerInnen, EntscheidungsträgerInnen) die Sicht der Kinder zu verdeutlichen und die kindliche Sichtweise direkt in die aktuelle politische und gesellschaftliche Diskussion einzubringen. Dazu wurden 2006 zum dritten Mal in Hessen nach 2003 und 2005 mit dem Kinderbarometer etwa 1.900 Kinder der 4.-7. Schulklasse repräsentativ zu zentralen Lebensbereichen befragt.
In dem Vortrag wird der Fokus auf die Lernmotivation der Kinder, deren Unterstützung aus dem sozialen Umfeld beim Lernen sowie die Rahmenbedingungen in der Schule (v.a. das Klassenklima) gelegt und wie diese Faktoren mit dem Wohlbefinden der Kinder zusammenhängen.

Sylke Hallmann:
Diplom-Psychologin, seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin des PROSOZ Herten ProKids-Instituts. Das ProKids-Institut erstellt u.a. das Kinderbarometer Hessen, das LBS-Kinderbarometer NRW sowie das LBS-Kinderbarometer Deutschland 2007, in dem deutschlandweit 6.200 Kinder zu den Schwerpunktthemen „Gesundheit, Prävention, Ernährung und Körperbild“, „Mobbing in der Schule“, „Umgang mit (neuen) Medien“, „Kinderrechte“ sowie „Werte und Werthaltungen“ nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen gefragt wurden.

Dr. Bodo Krug
Gemeinsame Verantwortung für die Entwicklung von Kindern -  "Thüringer Bildungsmodell - Neue Lernkultur in Kommunen" (nelecom)

In einer 2-jährigen Pilotphase stellen sich elf Thüringer Kommunen der Frage: „Was kann getan werden, damit unsere Kommune eine optimale Entwicklung für alle Kinder und Jugendlichen fördern kann?“. Diese Frage bildet den Kern des „Thüringer Bildungsmodells – Neue Lernkultur in Kommunen“ (nelecom) ab, das sich auf die Optimierung von Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen sowie begleitend auf eine verbesserte kommunale Unterstützung von Familien, Kindertageseinrichtungen und Schulen richtet.
Der Entwicklungsansatz basiert auf einer engen Vernetzung der Erziehungs- und Bildungsarbeit von Familien, Kindertageseinrichtungen und Schulen mit kommunalen Partnern und mitverantwortlichen Menschen aller Generationen, Institutionen, Organisationen und Initiativen in einer „Gemeinwesenwerkstatt“. Damit erweitert das Bildungsmodell das Thüringer Entwicklungsvorhaben „Eigenverantwortliche Schule“ um die wichtige Dimension der „Kommune“. Hier weisen u.a. internationale Bildungsvergleiche deutlich aus, dass sich erfolgreiche Bildungssysteme neben einem hohen Grad an Eigenverantwortung, einer systematischen Rechenschaftslegung und Evaluation vor allem auch durch eine besondere Einbettung von Bildungseinrichtung in die Kommune auszeichnen.
Über eine Ausschreibung hatten sich insgesamt 11 Thüringer Kommunen für die Teilnahme an der Pilotphase des Thüringer Bildungsmodells beworben. Die Kommunen Saalfeld, Dingelstädt, der Landkreis Altenburg sowie Mühlhausen wurden aufgrund einer hervorragenden Qualität der eingereichten Konzeptionen als Pilotkommunen durch eine Expertenjury ausgewählt. Diese Kommunen werden während der zweijährigen Pilotphase besonders eng in ihrer Entwicklung begleitet. Weitere sieben Kommunen beteiligen sich an der Pilotphase des Thüringer Bildungsmodells im Rahmen eines Netzwerkes. 
Für die wissenschaftliche Begeleitung und Fundierung des unter Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus stehenden Bildungsmodells konnten namhafte Wissenschaftler, wie der Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Mettler-von Meibom, die Entwicklungspsychologin Dr. Karina Weichhold sowie der niederländische Reformpädagogikexperte, Dr. Kees Vreugdenhil, gewonnen werden. Die im Thüringer Bildungsmodell ausgewiesen Kernziele, wie die positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, ihrer sozio-emotionalen Kompetenz, Partizipation und  Verantwortungsübernahme und die auf individueller Förderung, wertschätzenden Beziehungen und regionaler Identität basierenden Lernkultur, haben zwischenzeitlich eine  breite Anerkennung bei Bildungsexperten, Wissenschaftlern und bei Kommunalverantwortlichen im In- und Ausland gefunden.  
Für die Begleitung und Unterstützung der Entwicklungsbemühungen in den 4 Pilot- und 7 Netzwerkkommunen konnte neben dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), an dem eine eigene Arbeitsstelle eingerichtet wurde, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gewonnen werden. In der durch die Universität Jena verantworteten Evaluation sollen die Entwicklungsverläufe in den Kommunen erfasst und Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit des kommunalen Entwicklungsmodells gegeben werden. Weiter Informationen zum Bildungsmodell finden sich unter www.nelecom.de.

Dr. Bodo Krug:
Diplomlehrer, Promotion zu Fragen der außerunterrichtlichen Förderung von Kindern und Jugendlichen an der Universität Bielefeld. Seit 2003 im Referat für Bildungsplanung, Schulentwicklung und Schulorganisation des Thüringer Kultusministeriums. Arbeitsgebiete: Entwicklung von Evaluationsinstrumenten, Qualitätsentwicklungsverfahren und -strategien im Schulbereich, Fragen der frühkindlichen Bildung, Analyse internationaler Bildungsstudien, die Auswertung von nationalen und internationalen Leistungsstudien, Mitarbeit in verschieden nationalen wie internationalen Netzwerken. Seit 2007 verantwortlich für die Pilotphase des Thüringer Bildungsmodells, bis zum Ende der Pilotphase (März 2010). 

Prof. Dr. Andreas Kruse
Vortrag über die Ergebnisse der Studie „Kognitive Plastizität und ihre Förderungsmöglichkeiten im hohen und sehr hohen Alter – Eine psychologische und bildungswissenschaftliche Analyse“


Prof. Dr. Andreas Kruse
Leiter des Instituts für Gerontologie der Rupprecht-Karls-Universität Heidelberg, führender Vertreter der deutschen Gerontologie und Demografie, seit 1987 für die Altenberichte des deutschen Bundestags verantwortlich.
In der demografischen Forschung Andreas Kruses geht es u. a. um neue Rollen und Aufgaben für ältere Menschen in Europas Gesellschaft. Zwei konkrete Ausflüsse davon sind ein Modell der Lehrerausbildung für deutsche Pflegefachschulen, sowie eine Studie mit Ratschlägen für Alteneinrichtungen. Als schwierigste Aufgabe sieht Kruse nicht die Komplexität und gesellschaftliche Vernetzung dieser Forschungsthemen, sondern die Frage, „wie politische Entscheidungsträger zu erreichen sind“, um längst notwendige Schritte zur Bewältigung des gesellschaftlichen und persönlichen Alterungsprozesses zu setzen bzw. zu fördern.

Hermann Terweiden:
Vortrag: Diagnose Parkinson…“Lernen, sich selbst zu helfen!“


Informationen über Morbus Parkinson sowie den Stand der Diagnose, Therapie und Forschung aus Sicht eines Patienten. Eigene Wege, die Herausforderungen der chronischen neurologischen Krankheit zu meistern.

Hermann Terweiden
Erste stärkere Krankheitssymptome (Ängste, Laufen, Stehen und Zittern) seit 1965/66, zum Glück erst späte Diagnose „Parkinson“ im Jahr 1992. 1994 Mitbegründer des gemeinnützigen Trägervereines Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V. sowie Initiator der Begegnungs-, Beratungs-, Informations- und Wohnstätte von Parkinsonkranken für Parkinsonkranke namens Schneckenhaus in Florstadt-Staden (Wetterau), ab 1996 Aufbau vereinseigener Informationsplattform namens www.parkinsonweb.com im Internet ab, 1997 Gründer der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung. 1999 – 2003 zusammen mit Frau und Mitstreiterin Heide Cuntz rund-um-die-Uhr Versorgung von vier schwerstparkinsonkranken Mitbetroffenen. Seit 15 Jahren zahlreiche Öffentlichkeitsaktionen.

Dr. Dagmar Uecker:
Vortrag: Krankheit als Chance zur Bewusstwerdung.
Was können wir aus Krankheiten lernen?


In diesem Vortrag soll das Verständnis dafür geweckt werden, dass Krankheit ein notwendiger Prozess auf dem Weg zur Individuation ist und immer dann auftritt, denn eine Korrektur in unserem Lebensverhalten erforderlich wird – sei es im körperlichen oder vor allem im seelischen Bereich.
Immer dann, wenn die Sinnfrage der eigenen Existenz nicht mehr gestellt wird, wenn wir also unseren eigentlichen Lebensauftrag nicht mehr erkennen und ihn deshalb auch nicht erfüllen können, bedarf es dieser Korrektur, die uns zwingt, innezuhalten und unsere Lebensordnung neu zu gestalten.
Paracelsus weist darauf hin, dass wir die erste Ursache des Krankseins in dem Herausfallen aus unserem inneren Gesetz und dem Gesetz der Schöpfungsordnung verstehen müssen. Jedes Kranksein birgt deshalb eine Lektion, wodurch die Entdeckung unseres wahren Selbst und seiner Sinngebung ermöglicht wird, Dies ist zugleich die beste Chance, dass dieses Selbst verwirklich werden kann.
Selbstverwirklichung ist nicht zu verwechseln mit der „Verherrlichung des Ego“, sondern sie ist ein Prozess der Bewusstwerdung und des Lernens, aus dem ein ganzheitliches Heilwerden erwachsen kann.
Aus einer 35-jährigen ärztlichen Tätigkeit, die sich immer um Ganzheitlichkeit bemüht hat und als einen Schwerpunkt die Begleitung von Krebspatienten beinhaltete, kann bestätigt werden, dass Leid oftmals der schnellste Weg zu einer befreienden Bewusstseinsentwicklung ist.

Dr. Dagmar Uecker:
Bis 1977 Oberärztin einer Diabetesfachklinik, seit 1977 eigene internistisch-hausärztliche Praxis in Bad Soden mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren. Seit 1978 Dozententätigkeit im Bereich Homotoxikologie, ganzheitliche Regulationstherapie, Homöopathie, Spagyrik, Akupunktur und Aurikulotherapie sowie Naturheilverfahren. Autorin von Lehrbüchern zu verschiedenen Bereichen der Naturheilkunde.

Relia Wecker
Erfahrungen einer spirituellen Suche und warum das „Ver-lernen“ so hilfreich sein kann


Viele von schwerer Krankheit oder Leid Betroffene versuchen oftmals ein Leben lang, Maßnahmen dagegen anzuwenden, mit dem Ziel, die Krankheit oder Leid möglichst bald loszuwerden. Ihr ganzes Denken und Fühlen ist darauf fixiert und programmiert, von der Krankheit wegzukommen.
Relia Wecker schildert in ihrem Vortrag einen völlig andere Sichtweise. Statt Krankheit als Übel und niederschmetterndes Leid zu betrachten, zeigt die Referentin einen Schulungsweg auf, wie Krankheit als spirituelle Erfahrung gelebt werden kann. Dieser Weg zu sich selbst, erfordert Achtsamkeit, vollständige Akzeptanz und ehrlichen Umgang mit sich selbst und anderen. Daraus kann Frieden im Geist, ein offenes, freies Herz und Freude ohne äußere Bedingung wachsen. Dieser radikale Ansatz sieht Krankheit als positive, sinngebende Erfahrung, die das eigene Leben Tag für Tag bereichern kann. Nicht selten wird dadurch die Wurzel der Krankheit berührt und macht diese überflüssig. Dann ist wahre Heilung geschehen.

Relia Wecker
Jahrgang 1944. Seit Mitte der sechziger Jahre intensive Beschäftigung mit Yoga. Ausbildung zur Yogalehrerin in Europa und Indien und Aufenthalt bei verschiedenen indischen spirituellen Meistern. Studium des Ayurveda sowie westlicher und östlicher Ernährungslehren. 1975 Beginn der Zazen-Praxis mit Pater Lasalle. 1980 Studium Jin Shin Jyutsu (JSJ) bei Mary Burmeister in den USA und in Europa. 1981 Begegnung mit Nakagawa Roshi in München. 1983 Gründung ihrer Yoga-Schule in München und Aufnahme der Tätigkeit als JSJ-Praktikerin. 1989 Ausbildung zur Heilpraktikerin. 2001 „The School for the Work of Byron Katie“. Seit Mitte der neunziger Jahre Arbeit mit Krebsbetroffenen in der Schweiz. Seit Frühjahr 2003 Beginn der Aktivitäten im Zen-Zentrum Eisenbuch (Oberbayern), wo sie mit Nakagawa Roshi lebt und arbeitet.
In ihrem Buch „Krebs - Erfahrungen einer spirituellen Suche“ ermutigt Relia Wecker Menschen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert sind, sich auf die Suche nach ihrem eigenen Heilungsweg zu machen. Das Buch ist im Lüchow-Verlag erschienen.
 

Veranstalter:


Internationale Kinesiologie Akademie
Ingeborg L. Weber
Cunostraße 50-52, D-60388 Frankfurt – Bergen
Tel.: 0 61 09 - 72 39 41, Fax. 0 61 09 - 72 39 42

 



Europäischer Verband für Kinesiologie e.V.

Cunostraße 50-52, D-60388 Frankfurt – Bergen
Tel.: 0 61 0 9 - 72 39 46, Fax: 0 61 09 - 72 39 47

Schirmherrschaft:

DNB
Deutscher Naturheilbund e.V.
Kreuzbergstraße 45, D-74564 Crailsheim
Tel.: 0 79  51 - 55 04, Fax: 0 79 51 - 4 55 68

 

Home

  Programmheft der IKA bestellen
Programmheft bestellen