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INTERNATIONALES FORUM 2006
mit Fachausstellung
Gesund durch Berühren -
Touch for Health
20 Jahre Ottawa Charta der WHO
24. und 25 Juni
2006
Hotel Friedberger
Warte in Frankfurt/M.
vom Kultusministerium Hessen
als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert
(20 Leistungspunkte)
vom Europäischen Verband für Kinesiologie e.V.
anerkannt als Kurs mit 15 Stunden
(bitte Testatheft mitbringen)
NEU:
Die einzelnen Vorträge des Internationalen Forums
können Sie
hier als CD erwerben.
Laut Definition der
Weltgesundheitsorganisation WHO bezieht sich der Begriff "Gesundheit" auf
Körper, Seele und Geist des Menschen. In unseren vorangegangenen
internationalen Foren 2002 und 2004 stellten wir zunächst mit Brain Gym® die
mentale und dann mit Three in One Concepts die emotionale Ebene in den
Mittelpunkt. Mit dem Thema GESUND DURCH BERÜHREN - TOUCH FOR HEALTH liegt
2006 der Schwerpunkt auf der körperlichen Ebene dieser Triade der
Gesundheit.
Im TOUCH FOR HEALTH liegen die Wurzeln der
Kinesiologie. Die Meridiane bilden die Schnittstellen zwischen den
verschiedenen Ebenen, so dass Wechselwirkungen zwischen den Ebenen
entstehen. Eine Berührung kann so auch auf geistiger und seelischer Ebene
stattfinden.
Alle geistige Berührung
gleicht der Berührung eines Zauberstabs. Alles kann zum Zauberwerkzeug
werden.
Novalis Fragmente
Der Körper speichert emotionale Berührungen
als Erinnerung. Sie sind oft dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. So
können Schmerzen transformierte Gefühle sein. Eine Berührung weckt diese
Erinnerung des körperlichen Gedächtnisses, und so steigt sie zur bewussten
Ebene hoch.
Das Timbre einer Stimme oder ein bestimmtes
Wort, aber auch ein Blick, der uns in die Tiefe einer Seele blicken lässt,
ein Sonnenstrahl, der uns streift – alles kann etwas in uns auslösen.
Mit der Kinesiologie haben wir einen
Zauberstab in der Hand, um diese Ebenen zu berühren. So kann Gesundheit und
Heilung gelingen.
Um die unterschiedlichen Aspekte dieses
komplexen Themas aufzugreifen und ihren Einfluss auf die Gesundheit und das
Wohlbefinden des Menschen aufzuzeigen, werden Experten verschiedener
Richtungen ihr Wissen vortragen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses
Wissen mit uns teilen. Das Forum richtet sich an Betroffene, interessierte
Laien und die unterschiedlichsten pädagogischen und gesundheitlichen Berufe.
Forumsgebühr für 2 Tage:
160,- Euro (inkl. Verpflegung) für Mitglieder des EVfK und des DNB
175.- Euro (inkl. Verpflegung) für Nicht-Mitglieder
1 Tag: 100,- Euro (inkl. Verpflegung)
Unter
Angabe des Stichworts FORUM 2006 können Sie sich per E-Mail
anmelden:
Internationale Kinesiologie Akademie
Ingeborg L. Weber
info@kinesiologie-akademie.de
www.kinesiologie-akademie.de
Begleitend findet an der Internationalen Kinesiologie Akademie die
Ausstellung "Kunst berührt" von Andros Link statt.
Vorläufige ReferentInnen und Vorträge:
Grußwort:
Dr. med. Hartmut Dorstewitz, Präsident Deutscher Naturheilbund e.V.
Liebe
Interessierte,
Der
Mensch, so hören wir es immer wieder, besteht aus Körper, Geist und Seele.
Er ist grob gesehen aus drei Ebenen, aus drei Erlebniswelten
zusammengesetzt. Alle drei Ebenen sind miteinander vernetzt, hängen
voneinander ab. Sie besitzen zahlreiche Berührungspunkte untereinander, aber
sie sind auch interaktiv mit allen Ebenen der eigenen Innenwelt und der uns
umgebenden Außenwelt und auf der kommunikativen Ebene mit unseren
Mitmenschen. Die meisten dieser Berührungen laufen mehr oder minder
unbewusst ab.
Auf
der Körperebene sind Berührungen für uns lebensnotwendig. So fand man
heraus, dass ein Neugeborenes den Hautkontakt der Mutter braucht, um das
Nötige Vertrauen, das Gefühl der Geborgenheit, zu entwickeln und um die
Quelle seiner Nahrung zu finden. Hier laufen somatische und psychische
Vorgänge gemeinsam ab, und vermutlich auch nicht bestimmbare
„feinstoffliche“ Einflüsse.
Auch
das liebevolle Umarmen des Kindes und jeder anderen vertrauten Person
schafft „Nähe“, die weit über das rein Körperliche hinausgeht. Es werden
Energien ausgetauscht. Es werden Sympathien ausgetauscht. Auch negative,
antipathische Einflüsse können uns berühren. Sagen wir nicht manchmal, den
oder jenen können wir nicht riechen? Oder dieser oder jener hat eine gute
Ausstrahlung?
Wer
kennt nicht die berühmten erogenen Zonen, die bei Berührung wach werden und
den Partner anregen und erregen. Auch hier wirken sich „Berührungen“ auf
allen Ebenen unseres Seins aus.
So
können wir sagen, dass der Mensch bei aller Individualität ein nach Außen
und Innen offenes, veränderbares und sich selbst regulierendes System
darstellt. Hier setzen moderne Therapiemethoden an.
Als
Präsident des Deutschen Naturheilbundes wünsche ich dem Kongress einen guten
Erfolg. Lassen Sie sich von ihm berühren!
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Dr. med. Hartmut Dorstewitz
Präsident
Deutscher Naturheilbund e.V.
Dipl.-Sozpäd. Dorothea Beigel (Wetzlar):
Die taktile Wahrnehmung und ihr Bezug zum
Lernen und Verhalten in der Schule
Dorothea Beigel: Buchautorin, Motopädagogin, Referentin in der
Lehrerfortbildung beim Kultusministerium Hessen, Legasthenietrainerin (EÖDL).
Das
taktile Wahrnehmungssystem (Haut) ist das vielfältigste und flächenmäßig
größte Sinnessystem des Menschen. Es gehört zu den sogenannten
Körpernahsinnen und hat großes Einfluss auf das Gehirn. Lernen und Verhalten
sind untrennbar mit der taktilen Wahrnehmung verbunden.
Je
besser die taktile Wahrnehmung differenziert ist, umso klarer ist das
Körperschema und das Körperbild des Menschen. Das Körperschema bildet die
Grundlage für Orientierung im Raum, es unterstützt das zweidimensionale
Arbeiten auf dem Papier und den Umgang mit mathematischen Räumen.
Das
Körperbild ist eng verbunden mit der Einstellung zum eigenen Körper und dem
Erleben der Körpergrenzen. Es hat mit der Wertschätzung des eigenen Körpers,
des „Sich – spürens“ und des „Mit – fühlens“ zu tun.
Die
Referentin geht im Vortrag auf die Wesentlichkeit von Bewegungs- und
Wahrnehmungserfahrungen im täglichen Unterricht ein. Sie gibt Tipps zur
Unterstützung im Elternhaus.
Dr. Jakob Bösch (Basel, Schweiz) und Anouk
Claes (Belgien):
Empathie und Resilienz
Der heilende Umgang mit Gefühlen
PD Dr.
med. Jakob Bösch war Chefarzt der Externen Psychiatrischen Dienste Baselland
und Privatdozent für Psychiatrie und Psychosoziale Medizin an der
Universität Basel. Intensive Beschäftigung mit geistigem Heilen und Themen
wie „Selbstheilung“, „Versöhnung“ und „Schmerz und so genannte negative
Gefühle als Basis für spirituelle Entwicklung“. Preisträger der
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie, der Schweizerischen
Vereinigung für Parapsychologie und des Schweizerischen Verbandes für
Natürliches Heilen. Autor des Bestsellers "Spirituelles Heilen und
Schulmedizin" (2002),
Anouk Claes’ spezielle Fähigkeit ist die Gabe des Sehens. Neben ihrer
eigenen spirituellen Beratungs- und Ausbildungspraxis ist sie intensiv in
den ambulanten psychiatrischen Diensten des Kantons Baselland tätig.
Krankheiten
entstehen grundsätzlich im Seelisch-Geistigen und der Körper gehorcht
einerseits den Anweisungen, die von dort bewusst oder meist unbewusst
übermittelt werden und er will andererseits immer das beste für den
Menschen. Der Körper spiegelt bewusste und unbewusste Seelenzustände,
Überzeugungen, Denkstrukturen und gibt dem Menschen damit die Möglichkeit,
diese zu erkennen, zu verändern oder aufzulösen. Krankheiten sind damit
immer schon Selbstheilungs- oder Lösungsversuche für die Seele und den
Geist. Diese inneren Vorgänge können auch nach außen gespiegelt werden und
von einem Therapeuten, der Empathie
empfindet, wahrgenommen werden.
Nach der hellsichtigen
Wahrnehmung von Anouk Claes hat jede Emotion ihren spezifischen,
topografischen und alleinigen Ort im Körper. Gefühle werden
zwischenmenschlich erkannt durch Resonanz mit den gleichen bei sich selbst
vorhandenen Gefühlen.
Die Verarbeitung einer
Emotion kann umfassend nur an ihrem spezifischen, vorgesehenen Ort erfolgen.
Jede negative Wertung und Verurteilung einer Emotion kann zu deren
Verschiebung führen und den Zugang einschränken. Oft können diese Gefühle
dann überhaupt bei sich nicht mehr wahrgenommen und erkannt werden, obwohl
sie weiterhin vorhanden sind. Beispielsweise kann ein seelischer Schmerz,
den man nicht wahrnehmen und nicht wahrhaben will, sich in die Schultern,
die Arme oder Beine verschieben und macht dann dort oft als chronischer,
psychosomatischer Schmerz auf sich aufmerksam.
Mit Anleitung und
gewisser Unterstützung schaffen es die meisten Menschen, den Schmerz wieder
an die richtige Stelle zurück zu verschieben und die entsprechenden Gefühle
wahrzunehmen, worauf nicht selten der „psychosomatische“ Schmerz innert
Sekunden oder Minuten verschwindet.
Dabei taucht das
Phänomen der Resilienz
auf: Warum werden manche Menschen nach gravierenden Erlebnissen krank,
während andere Menschen nach vergleichbaren Erlebnissen gesund bleiben, sie
als Herausforderung wahrnehmen und vielleicht sogar daran wachsen?
Barbara Frerich
(Witten):
Meridian- und Farbtherapie Christel Heidemann
Barbara Frerich: Heilpraktikerin, Nachfolgerin von Christel Heidemann und
Ausbildungsleiterin der Int. Akademie für Meridian- und Farbtherapie
Christel Heidemann, Leiterin verschiedener Projekte zur Erforschung der
heilenden Kraft von Pflanzenfarben.
Vor etwa
40 Jahren entdeckte die Krankengymnastin Christel Heidemann durch
experimentelle Forschungen, dass die aus der Bindegewebsmassage bekannten
Reflektorischen Zonen und das Meridiansystem der Chinesischen Medizin
korrespondieren und durch Farben zu beeinflussen sind. Für jeden der zwölf
Hauptmeridiane konnte sie eine anregende und eine beruhigende Farbe
ermitteln und so entstand ein therapeutischer Farbenkreis, der die
Gesetzmäßigkeiten von Goethes Farbenlehre mit den Meridianzuordnungen der
chinesischen Organ-Uhr verbindet.
Ein vom
Therapeuten differenziert ertasteter Befund der Spannungsverhältnisse des
Rückenbindegewebes bildet die Grundlage für die individuelle Wahl der
Farbkombinationen, in denen reine, pflanzengefärbte Seide auf
Akupunkturpunkten zur Anwendung kommt, er dient zur Störfeldsuche und zur
Therapiekontrolle. Darüber hinaus ermöglicht die Bindegewebstastung im
Kontext dieser therapeutischen Methode eine Wahrnehmung der individuellen
Krankheitszusammenhänge, der Art und Weise, wie sich ein Mensch in seinem
Leib „befindet“, und zeigt gleichsam Wege zu einem Prozess der
Selbstentwicklung und Gesundung.
Krankheit kann als Ungleichgewicht, Einseitigkeit und Verlust der inneren
Ordnung der Lebenskräfte verstanden werden. Über die Tore der
Akupunkturpunkte vermitteln die Pflanzenfarben dem Menschen die Qualität
ihres jeweils unterschiedlichen Verhältnisses, das sie zu Licht und
Finsternis einnehmen. Die den Pflanzenfarben eigene, lebendig fluktuierende,
innere Dynamik weckt die Selbstheilungskräfte des Menschen und regt sie an,
Einseitigkeiten auszugleichen. So können sich die dem Leben zugrunde
liegenden Kräfte neu orientieren und die Möglichkeit zur Heilung durch eine
Wiederherstellung der Ordnung lebendiger Prozesse im Menschen wird
geschaffen.
Adelheid
von Herz (Frankfurt)
Berührung an der Schwelle vom Leben zum Tod
Adelheid von Herz:
Krankenschwester in der stationären palliativen Pflege. Sie betrachtet alle
menschlichen Aktivitäten aus der Bewegungsperspektive und versucht bei ihren
alltäglichen pflegerischen Unterstützungen die Bewegungs- bzw.
Interaktionskompetenz schwerkranker und sterbender Menschen zu fördern.
Berührung konfrontiert den Sterbenden mit einem zentralen Aspekt der letzten
Phase seines Lebens: dem Verlust der Kontrolle über seine Körperfunktionen.
Der schrittweise voranschreitende Kontrollverlust macht den Sterbenden
zunehmend abhängig von der Hilfe anderer Menschen. Er muss sich anfassen
lassen, ob er will oder nicht. Selbst die "gut gemeinte" Berührung eines
helfenden Menschen kann als Demütigung erlebt werden.
Der
Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper ist eine der schwerwiegendsten
Belastungen für den Sterbenden und ein ganz vorrangiges Motiv bei dem Wunsch
nach vorzeitiger Lebensbeendigung. Berührungsvermeidung oder -abwehr auf der
Seite des Sterbenden, aber auch auf der Seite der Angehörigen und
Pflegekräfte kann als Schutzreaktion verstanden werden, um einerseits die
demütigende Konfrontation mit der eigenen Hilflosigkeit zu vermeiden,
andererseits, um "nichts Falsches zu tun".
Problematisch ist, dass durch Berührungsmangel der Kontrollverlust des
Sterbenden über den eigenen Körper zunimmt. Schwerkranke und Sterbende
brauchen Berührungserfahrungen, um sich selber wahrnehmen zu können. Die
Selbstwahrnehmung ist eine wichtige Voraussetzung, um handlungs- und
entscheidungsfähig zu sein.
Theresia Maria de Jong (Zetel):
Berührung bei der Geburt und in den ersten Stunden und Tagen des Lebens
Theresia Maria de Jong:
Journalistin und Buchautorin.
Für ein Kind, das den
Mutterleib verlässt, ist die Welt „draußen“ völlig neu. Die Nähe zur Mutter
– Haut an Haut – gibt dem kleinen Menschlein die nötige Kontinuität des
Daseins. Liebevolle und aufmerksame Berührungen helfen beim „Übergang
zwischen den Welten“. Fehlender Körperkontakt in den ersten Tagen des Lebens
kann sich ein Leben lang durch vielfältige Symptome bemerkbar machen.
Prof. Dr. Arno Müller (Frankfurt):
Hypnose: Berührung der Seele durch die Sprache
Prof. Dr. Arno
Müller lehrte Psychologie an der Fachhochschule Frankfurt. Er leitet
Seminare über Hypnose, Verfahren der Psychotherapie und Kommunikation.
Die Hypnose übt einen
tief greifenden Einfluss auf die Psyche aus. Moderne Hypnosetechniken
verfolgen jedoch nicht das Ziel, durch stereotype Suggestionen von außen zu
manipulieren. Wirksame hypnotische Veränderungsarbeit ist nur auf der Basis
einer von Respekt und Vertrauen gekennzeichneten zwischenmenschlichen
Beziehung möglich.
Die Therapeutin bzw.
der Therapeut bedient sich bestimmter Sprachmuster wie bildhafter Ausdrücke,
Metaphern, Geschichten oder Vorschläge, die das Unbewusste des Klienten
aufgreift und zu aktiven Suchprozessen veranlasst. Sie führen zur
Aktivierung latenter Ressourcen und zur Entwicklung neuer Strategien der
Problemlösung. Der Fokus der Aufmerksamkeit verlagert sich damit vom Problem
auf mögliche Lösungen.
Prof. Mag. rer. nat. Ortwin F. Niederhuber (Wien,
Österreich)
Was ist Kinesiologie?
Direktor der Österreichischen Akademie für Kinesiologie
und Gesundheit, Direktor, Fakultätsmitglied und Public Relation Officer des
IKC – International Kinesiology College in Nambour / Australien, Touch for
Health Instructor Trainer / Österreich
Touch for Health – eine
in mehr als vierzig Ländern der Erde unterrichtete,
gesundheitsvorsorgeorientierte Kinesiologierichtung. Der Muskeltest – das
„Messinstrument“ der/des Kinesiologin/en. Die chinesischen Elemente und
Funktionskreise und der Ausgleich der QI – Energie. Balancieren des
vorhandenen Potentials und Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Dr. Rainer Patzlaff (Stuttgart)
Berührende Blicke - Der Zusammenhang von Tastsinn und Sehsinn.
Dr.
Rainer Patzlaff ist Waldorflehrer, Publizist und Medienforscher, Gründer und
Leiter IPSUM-Instituts für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie in
Stuttgart.
Tasteindrücke gehören zu den fundamentalen Sinneserfahrungen des kleinen
Kindes schon vor der Geburt im Mutterleib, und erst recht während und nach
der Geburt. Denn der Tastsinn vermittelt nicht nur Erfahrungen von der
stofflich-materiellen Welt, sondern macht im Anstoßen an die Dinge auch die
Existenz des eigenen Selbst erfahrbar. Mit der gewaltigsten aller
Tasterfahrungen, nämlich dem Durchgang durch den Geburtskanal, wacht das
Kind zu sich selber auf, und mit jedem weiteren Tasteindruck vergewissert
sich das Kind der Welt und seiner selbst als leibliches Wesen. Deshalb wird
der Tastsinn mit Recht zu den Basalsinnen gezählt.
Weniger
bekannt ist, dass dieser fundamentale Sinn mit anderen Sinnen zusammenwirkt,
vor allem mit dem Hören und dem Sehen. Im Hören ertasten wir, wie die neuere
Forschung herausgearbeitet hat, auf akustische Weise die Umgebung, im Sehen
ertasten wir sie auf visuelle Weise. Der Sehsinn alleine würde uns keine
bewusste Wahrnehmung von den Objekten der Umgebung verschaffen; erst durch
die Tätigkeit des „Abtastens“ mit Hunderten von Einzelbewegungen der
Augenmuskulatur gewinnen wir ein deutliches Bild. Wer aber tastet hier
eigentlich, wenn doch die Mikrobewegungen des Auges und auch die meisten
seiner Makrobewegungen unbewusst verlaufen?
Seltsamerweise wissen wir von der lebhaften, die Umgebung abtastenden
Bewegungsaktivität unserer Augen so gut wie nichts. Gibt es also eine
Ich-Tätigkeit, die nicht in unser Bewusstsein dringt und dennoch unsere
ureigenste, ichhafte Tätigkeit ist?
Dieser
spannenden Frage möchte der Referent anhand einiger Ergebnisse der modernen
Blickforschung nachgehen.
Prof. Dr. Nossrat
Peseschkian (Wiesbaden):
Positiver Umgang mit körperlicher Gesundheit und Krankheit.
Zärtlichkeit in verschiedenen Kulturen.
Prof. Dr. Nossrat
Peseschkian: Wiesbadener Akademie für Psychotherapie, Begründer der
Positiven Psychologie, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
Eigene Erfahrungen sind
teuer, fremde Erfahrungen sind kostbar. (Positive Psychotherapie)
Eine wichtige
Motivation meines Ansatzes mag sein, dass ich mich in einer transkulturellen
Situation befinde. In dieser Situation wurde ich darauf aufmerksam, dass
viele Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Einstellungen in beiden
Kultuskreisen unterschiedlich bewertet werden. Das gilt für den Mensch als
Mitglied einer Gruppe und als Individuum. Jeder Mensch steht innerhalb der
Kultursphäre, in der er aufgewachsen ist. Ebenso hat jeder von uns seine
eigene Erziehungssphäre und damit seine eigene transkulturelle Problematik
im Umgang mit seinem Körper und seinen Mitmenschen. Wir wollen die
Bedingungen untersuchen, unter denen sich derartige Konzepte entwickelt
haben, die Folgen beschreiben, die sie nach sich ziehen, und nach
Möglichkeiten suchen, wie wir therapeutisch und in der Selbsthilfe damit
umgehen können. Nach dem orientalischen Spruch „Wenn Du eine helfende Hand
suchst, dann suche sie am Ende Deines eigenen Armes“
Theodor Dierk Petzold (Bad Gandersheim):
Was befähigt den Menschen zu gesunder Entwicklung?
Ottawa-Charta und Salutogenese-Konzepte
Theodor Dierk Petzold: Arzt
für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Psychotherapie ECP, Ausbilder
im Autonomietraining, Leiter des Zentrums für Salutogenese in Bad
Gandersheim,
Bachmann-Preis für
theoretische Arbeit über Akupunktur.
Die Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung hat vor 20 Jahren schon die
Blickrichtung der Gesundheitsverantwortlichen in der Welt in zwei Richtungen
gelenkt: Auf die Möglichkeiten und die Fähigkeiten der Menschen zur gesunden
Entwicklung. Die Möglichkeiten sind die äußeren Bedingungen, wie Frieden,
Wohlstand, Sicherheit, Zugang zu Informationen und soziokulturellen Diensten
und Möglichkeiten zur Selbst- und Mitbestimmung. Für die Möglichkeiten ist
die Politik verantwortlich.
Die Fähigkeiten betreffen die Entfaltung von innerem Potential, von
Autonomie und Würde, von emotionalen Beziehungen sowie von Denkvermögen und
Bewusstsein. Für die Entfaltung seines salutogenen Potentials ist jeder
einzelne Mensch verantwortlich.
Diese Ressourcen jedes einzelnen Menschen zu erschließen ist das Ziel der
Salutogenese. Aaron Antonovsky, der Vater des modernen Salutogenesekonzeptes,
hat ins Zentrum der Salutogenese das ‚Empfinden von Kohärenz’ (‚sence of
coherence’ ‚SOC’) gestellt mit den drei Komponenten Verstehbarkeit,
Bedeutsamkeitsgefühl und Handhabbarkeit. Diese drei Komponenten betreffen
die drei Daseinsebenen des Menschen: Kognition-Emotion-Verhalten. In diesem
ganzheitlichen Verständnis finden wir eine Brücke zur Ottawa-Charta,
neurobiologischen Erkenntnissen und modernen Therapierichtungen. Aus diesem
Verständnis heraus ergeben sich moderne Gesundheitsziele, die sowohl für
eine kulturelle und politische als auch pädagogische und medizinische
Entwicklung richtunggebend sein können.
Prof. Dr. Fritz-Albert
Popp (Neuß):
Heilende Kraft der Hände - Vorstellung oder Realität?
Bisher nicht bekannte Informationskanäle im Körper
Prof. Dr. Fritz-Albert
Popp: Physiker, Biophysiker, Begründer der Biophysik und des International
Institute of Biophysics.
Biophotonenmessungen am
Menschen zeigten, dass nicht-lokale Kopplungen vorhanden sind, die bisher
weder gemessen werden konnten noch bekannt sind. Ihr Studium im sichtbaren
Bereich des Spektrums aber auch im Infrarotbereich verspricht ein neues,
ganzheitliches Verständnis von der biologischen Regulation.
Dr. med. Robby Sacher (Ottmarsbocholt):
Manualmedizin bei Kindern – KISS und KIDD
Alles im Griff? Behandlungsansätze bei Entwicklungsverzögerungen und
Lernschwierigkeiten.
Dr. Robby Sacher: Facharzt für
Allgemeinmedizin und Chiropraktik, Schwerpunkt orthopädische und
manualmedizinische Krankheitsbilder.
Bei „KopfgelenkInduzierten
Symmetrie-Störungen“ kurz KISS handelt es sich um
Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindesalter, für die die obere
Halswirbelsäule als Verursacher im Mittelpunkt steht. Diese
Entwicklungsstörungen gehen dabei weit über Probleme des Bewegungsapparates
hinaus (Schiefhals, Überstreckung u.v.a.m) und reichen bis zu vermehrter
Unruhe, anhaltendem Schreien, häufigem Sabbern, Schlafstörungen etc. Die
meist einfache und effektive Behandlung erfolgt durch eine gezielte
Manualtherapie.
Als
Spätfolgen
übersehener KISS-Probleme im Kleinkindesalter erscheinen neben dem
kindlichen Kopfschmerz Wahrnehmungsstörungen mit ihren Konsequenzen wie
Schulschwierigkeiten, Hyperaktivität, Haltungs- und Koordinationsstörungen,
Problemen im Bereich der Fein- und Grobmotorik sowie sozialen
Integrationsstörungen. Das Erkennen und Differenzieren von sich
überschneidenden Symptomatologien aber auch deren Prophylaxe erfordert ein
interdisziplinäres Zusammengehen vieler, nicht nur ärztlicher
Fachrichtungen.
Dr.
med. Klaus-Peter Schlebusch (Essen):
Infrarotanalytik zur Darstellung der Meridiane
„Wärmeabstrahlung“ als Indikator für körperliche und seelische Belastungen
Dr.
Klaus-Peter Schlebusch: Mitbegründer und 1. Vorsitzender des Zentrums zur
Dokumentation von Naturheilverfahren e.V (ZDN), Leiter verschiedener
Projekte im Gesundheitswesen im Auftrag von Betriebskrankenkassen und einem
Ministerium, Autor.
Die hoch
auflösende bildgebende Infrarotanalytik bietet ungeahnte neue Möglichkeiten
in allen Bereichen der Medizin. Die Teilnehmer erfahren, welche Grundlage
diese Methode hat, was man unter Infrarot- bzw. Wärmestrahlung versteht und
warum diese Strahlung mit den Regulationsvorgängen im Körper eng
zusammenhängt.
Darüber
hinaus werden Zusammenhänge zum psychischen Bereich und auch zu den
verschiedenen systematischen Bereichen der Krankheiten aufgezeigt. Aufgrund
eindrucksvoller Beispiele wird demonstriert, wie sich verschiedene
körperliche und psychische Verhaltensweisen im Infrarotbild darstellen.
Diese Methode ist geeignet, Erkrankungen aufzudecken und auch die
entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Anhand von Beispielen wird belegt, dass
es möglich ist, Methoden auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen, die bisher
völlig unbekannt waren.
Außerdem
ist es gelungen, das chinesische Leitbahnensystem – die Meridiane in der
Akupunktur – sichtbar zu machen. Näheres dazu wird in einem ca. 6-minütigem
Film vorgeführt.
Veranstalter:

Internationale Kinesiologie Akademie
Ingeborg L. Weber
Cunostraße 50-52, D-60388 Frankfurt – Bergen
Tel.: 0 61 09 - 72 39 41, Fax. 0 61 09 - 72 39 42

Europäischer
Verband für Kinesiologie e.V.
Cunostraße 50-52, D-60388 Frankfurt – Bergen
Tel.: 0 61 0 9 - 72 39 46, Fax: 0 61 09 - 72 39 47
Schirmherrschaft:

DNB
Deutscher Naturheilbund e.V.
Kreuzbergstraße 45,
D-74564 Crailsheim
Tel.: 0 79 51 - 55 04,
Fax: 0 79 51 - 4 55 68
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