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Aktuelle Ausstellung in den Räumen der Internationalen Kinesiologie Akademie: Unterwegs im "Realismus"

Künstler: Klaus Klein

1951 in Oberfranken geboren erhielt Klaus Klein erste künstlerische Förderung im Gymnasium Pegnitz. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens experimentierte er neben seinem Beruf als Autodidakt in vielen Richtungen und Techniken, von naturalistisch über abstrakt bis gegenstandslos.

Anfangs mit grafischem Schwerpunkt, dann griff er zu Öl-, Aquarell- und Acrylfarben. Beim späteren Arbeiten in der Holz- und Steinbildhauerei wuchs seine Erkenntnis: Selbst das fotorealistische Gemälde muss sich auf die beiden Dimensionen Breite und Höhe beschränken. Die dritte Dimension Tiefe ist zwangsläufig weggelassen und Weglassen bedeutet Abstraktion.

Mit dieser Überzeugung sucht er seine künstlerischen Herausforderungen in der realistischen Malerei. In Diskussionen und Zusammenarbeit mit vielen Kunstschaffenden erfährt seine Einstellung und Malweise sehr hohe Anerkennung.

Sein Credo ist: Darstellende Kunst ist Idee und überzeugende handwerkliche Umsetzung.

Unterwegs auf dieser Welt ist das Reise-Mal-Equipment stets im Gepäck. Der Hang zur Beobachtung sowie die Bereitschaft, diese wiederzugeben füllen Skizzenbücher und Aquarellblöcke. Einige der Eindrücke verankern sich in den Tiefen des Gehirns. Sie bilden die Basis der heimischen Arbeit an der Staffelei. Motiv, Format und Bildaufbau sind im ersten Schritt Kopfarbeit. Vor dem inneren Auge wird der Plan für das Werk entwickelt. Dabei werden schon Elemente platziert, die den Betrachter zur Geschichte hinter dem Bild führen sollen.

Auf den ersten Blick mag man die „Hinterbildgeschichte“ nicht erkennen, aber sie ist da - verborgen hinter dem offensichtlichen Motiv. Die realistische Darstellung fokussiert den Blick. Der abschließende Schritt ist das Malen an der Staffelei.

Diese Arbeitsweise mag wie ein mechanischer Prozess erscheinen. Der Eindruck trügt. Aufmerksames Sehen, bewusstes sowie intuitives Wahrnehmen, gedankliches Formen und Verdichten werden durch das jeweilige Thema immer wieder neu gefordert. Die Maltechnik selbst erfährt immer neue Einflüsse und Praktiken. Inhalt und Bildaufbau sollen die offensichtliche Darstellung mit der dem Maler eigenen Geschichte hinter dem Bild in Einklang bringen.

Beim Malen selbst ist der Kopf weitestgehend ausgeschaltet. Mischen und Auftragen der Acrylfarbe, Pinsel- und Spachteltechnik, pastos oder lasierend sind vielfach geübte Abläufe. Und doch ist jedes Bild auch eine handwerkliche Herausforderung. Mangelnde Übung führt schnell zur der Frage: “Wie male ich ...“ - ein gefährlicher Stolperstein auf dem kreativen Weg vom Plan im Kopf zum Ergebnis auf der Leinwand.

Hier manifestiert sich Klaus Kleins Überzeugung der handwerklichen Umsetzung. Für ihn kommt Kunst eben doch zu einem entscheidenden Teil von Können und Können wächst nur durch Übung. Was zählt eine grandiose Bildidee, wenn die Hände diese nicht sichtbar machen können.

Die Arbeiten sprechen auch deshalb an, weil sie keine exakt „abgemalten“ Alltagsfotos wieder - geben. Lässt sich der Betrachter darauf ein, kann er die Bildgestaltung nachvollziehen und die Malweise erkunden. Je mehr sich die Augen der Bildoberfläche nähern, desto deutlicher wird, dass die realistische Malerei im Detail abstrakte Farbflecken sind.

Es ist durchaus auch gewollt, dass ein Bild dem Betrachter eine ganz andere Geschichte als die des Malers erzählt, geprägt von eigenen Erlebnissen, Wahrnehmungen und Stimmungen.

 

Ausstellungsort: 

IKA Internationale Kinesiologie Akademie GmbH
Cunostraße 50-52
60388 Frankfurt-Bergen
Fon: 06109-723941
Fax: 06109-723942
E-Mail: info@kinesiologie-akademie.de

Bitte geben Sie uns vorab Bescheid, wenn Sie die Ausstellung besuchen möchten.